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Olivier-Salat selber machen und bissfest genießen

Margot Sander

Margot Sander

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4. August 2026

Ein Olivier Salat mit Kartoffeln, Erbsen, Karotten, Ei und Schinken. Perfekt für ein Picknick oder als Beilage.

Eine Schüssel Olivier-Salat passt auf die Festtafel, zum kalten Buffet und genauso gut zu gebratenem Fleisch. Entscheidend sind bissfeste Kartoffeln, fein gewürfelte Zutaten und ein Dressing, das alles verbindet, ohne die Mischung zu überdecken. Hier zeige ich ein zuverlässiges Grundrezept, passende Varianten mit Wurst oder Fleisch und die Fehler, durch die der russische Kartoffelsalat schnell matschig wird.

Mit diesen Grundregeln gelingt der russische Kartoffelsalat

  • 4 bis 6 Portionen ergeben sich aus etwa 800 g Kartoffeln und 250 g Fleisch oder Wurst.
  • Bissfeste Kartoffeln erst vollständig abkühlen lassen und danach würfeln.
  • Gewürzgurken und Erbsen bringen Säure, Süße und den typischen Kontrast.
  • Mayonnaise vorsichtig dosieren, damit der Salat cremig, aber nicht schwer wird.
  • Vor dem Servieren sollte die Mischung mindestens 1 Stunde durchziehen.

Ein cremiger Olivier Salat mit Erbsen, Karotten, Eiern und Gewürzgurken, garniert mit einer halben Eierscheibe und Petersilie.

Was einen guten Olivier-Salat ausmacht

Olivier-Salat, auch russischer Kartoffelsalat genannt, besteht in seiner heutigen Form meist aus Kartoffeln, Möhren, Erbsen, Gewürzgurken, Ei und Mayonnaise. Dazu kommen je nach Region gekochtes Hähnchen, Schinken oder eine milde Lyoner. Die Zutaten werden klein und möglichst gleichmäßig gewürfelt, sodass jeder Löffel mehrere Aromen enthält.

Das Gericht geht auf den Koch Lucien Olivier zurück, der im 19. Jahrhundert in Moskau eine aufwendige Salatkreation servierte. Das ursprüngliche Rezept ist nicht zuverlässig überliefert. Die heute verbreitete Variante wurde im Lauf der Zeit mit einfacher erhältlichen Zutaten angepasst, weshalb es nicht die eine verbindliche Rezeptur gibt.

Ich halte bei diesem Salat weniger von angeblicher „Authentizität“ als von einem guten Gleichgewicht. Die Kartoffel liefert Körper, die Gurke Säure, die Erbsen etwas Süße und die Mayonnaise Fett. Fehlt eine dieser Komponenten, schmeckt die Mischung schnell flach oder unangenehm schwer.

Das Grundrezept für vier bis sechs Portionen

Für die klassische Hausversion verwende ich festkochende Kartoffeln und eine milde Fleischkomponente. Die folgende Menge reicht als Beilage für sechs Personen oder als sättigende Salatportion für vier Personen.

Zutat Menge Hinweis
Festkochende Kartoffeln 800 g In der Schale garen
Möhren 2 mittelgroße Zusammen etwa 180 g
Erbsen 150 g Tiefgekühlt oder aus dem Glas
Gewürzgurken 150 g Gut abtropfen lassen
Eier 3 Hart kochen
Gekochte Lyoner, Schinken oder Hähnchen 250 g In kleine Würfel schneiden
Mayonnaise 180 bis 220 g Je nach gewünschter Cremigkeit
Gurkenwasser 1 bis 2 EL Für Frische und ein lockeres Dressing
Salz, Pfeffer, Senf nach Geschmack Mit Salz wegen der Gurken vorsichtig sein

Bei der Mayonnaise würde ich nicht sofort die volle Menge einrühren. 180 Gramm reichen oft aus, besonders wenn die Kartoffeln klein geschnitten sind. Ein Esslöffel Gurkenwasser macht das Dressing frischer und verhindert, dass der Salat kompakt und pastös wirkt.

So bleibt die Konsistenz angenehm bissfest

  1. Kartoffeln und Möhren gründlich waschen. Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten garen, die Möhren je nach Größe nach 10 bis 15 Minuten herausnehmen.
  2. Eier separat etwa 9 bis 10 Minuten hart kochen. Erbsen kurz blanchieren oder nach Packungsangabe erwärmen und anschließend gut abkühlen lassen.
  3. Die Kartoffeln ausdampfen lassen, pellen und vollständig abkühlen lassen. Erst dann in Würfel von ungefähr 8 bis 10 Millimetern schneiden.
  4. Gurken, Möhren, Eier und Fleisch oder Wurst ähnlich groß würfeln. Die Erbsen bleiben ganz und sorgen für etwas Abwechslung in der Textur.
  5. Mayonnaise mit Gurkenwasser, Pfeffer und etwas Senf verrühren. Alle Zutaten vorsichtig unterheben, damit die Kartoffeln nicht zerfallen.
  6. Den Salat abgedeckt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal abschmecken.

Der häufigste Fehler passiert schon beim Kochen. Kartoffeln, die sich mit der Gabel völlig widerstandslos zerdrücken lassen, sind für diesen Salat zu weich. Ich nehme sie lieber heraus, sobald die Gabel gerade durch die Mitte gleitet, denn beim Abkühlen werden sie noch etwas fester.

Auch warme Kartoffeln und Mayonnaise vertragen sich schlecht. Die Wärme macht das Dressing dünn und kann den Geschmack verändern. Wer Zeit hat, kocht die Kartoffeln sogar am Vorabend, lagert sie gekühlt und schneidet sie erst am nächsten Tag.

Fleisch, Wurst oder eine vegetarische Variante

Die Fleischkomponente verändert den Charakter des Salats deutlich. Für eine deutsche Festtafel ist Lyoner unkompliziert, während Hähnchen leichter wirkt. Geräucherter Schinken bringt mehr Würze, kann aber die feinen Gurken- und Erbsenaromen überdecken.

Variante Geschmack Wann sie gut passt
Lyoner oder Bierschinken Mild, saftig und klassisch Kaltes Buffet und Familienfeiern
Gekochtes Hähnchen Leichter und zurückhaltender Als sättigender Hauptsalat
Schinken Würziger und leicht rauchig Zu kräftigem Bauernbrot
Ohne Fleisch Frischer und stärker gemüsebetont Als Beilage oder vegetarische Mahlzeit

Für die vegetarische Version lasse ich das Fleisch einfach weg und erhöhe die Erbsenmenge auf etwa 200 Gramm. Kleine Apfelwürfel passen ebenfalls gut, wenn eine süß-säuerliche Note gewünscht ist. Ich würde jedoch nur einen halben säuerlichen Apfel verwenden, damit der Salat nicht in Richtung Obstsalat kippt.

Typische Fehler und einfache Lösungen

Zu weiche Kartoffeln

Überkochte Kartoffeln zerfallen beim Mischen und machen aus dem Salat eine schwere Masse. Festkochende Sorten, kurze Garzeiten und vollständiges Abkühlen schaffen hier den größten Unterschied.

Zu viel Mayonnaise

Mehr Mayonnaise macht den Salat nicht automatisch besser. Beginne mit der kleineren Menge und ergänze bei Bedarf. Ein wenig Gurkenwasser oder ein Teelöffel Senf bringt meist mehr als zusätzliche Mayonnaise.

Zu große Würfel

Große Stücke wirken rustikal, verteilen aber das Aroma schlecht. Würfel von 8 bis 10 Millimetern sind für mich ein guter Mittelweg. Sie bleiben sichtbar, lassen sich aber angenehm mit der Gabel aufnehmen.

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Zu frühes Salzen

Gewürzgurken, Mayonnaise und Wurst enthalten bereits Salz. Ich würze deshalb erst nach der Ruhezeit. Der Salat schmeckt nach einer Stunde oft deutlich kräftiger als direkt nach dem Mischen.

Servieren, Aufbewahren und an deutsche Zutaten anpassen

Am besten schmeckt die Mischung leicht gekühlt, aber nicht eiskalt. Nimm sie etwa 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit sich die Aromen besser entfalten. Als Beilage passt sie zu Frikadellen, Bratwurst, gebratenem Hähnchen oder schlicht zu dunklem Bauernbrot.

Für ein Buffet sollte der Salat in einer flachen Schüssel stehen und regelmäßig gekühlt werden. Mayonnaisehaltige Speisen gehören nicht über längere Zeit in die warme Küche. Ich bereite lieber kleinere Mengen nach und stelle den Rest sofort wieder kalt.

Deutsche Gewürzgurken sind häufig süßer als russische Salzgurken. Deshalb lohnt es sich, zuerst nur wenig Senf und kein zusätzliches Gurkenwasser einzurühren. Wer einen herzhafteren Geschmack bevorzugt, kann einen Teil der Gurken durch knackige Salzgurken ersetzen und mit frischem Dill abrunden.

So wird aus dem Beilagensalat ein eigener Mittelpunkt

Der Salat lässt sich gut am Vortag vorbereiten, sollte aber am nächsten Tag noch einmal abgeschmeckt werden. Kartoffeln nehmen Flüssigkeit auf, sodass ein zusätzlicher Esslöffel Mayonnaise oder Gurkenwasser nötig sein kann.

Mein wichtigster Rat lautet, die Zutaten nicht zu überladen. Eine klare Mischung aus Kartoffel, Gurke, Erbse und einer milden Fleischkomponente wirkt meist überzeugender als eine lange Liste von Zusätzen. So bleibt der Olivier-Salat cremig, frisch und würzig genug, um sowohl als Beilage als auch als eigenständige kalte Mahlzeit zu funktionieren.

Häufig gestellte Fragen

Am besten verwendest du festkochende Kartoffeln. Sie sollten etwa 20 bis 25 Minuten garen, vollständig abkühlen und erst danach in 8 bis 10 Millimeter große Würfel geschnitten werden.

Für 4 bis 6 Portionen reichen meist 180 bis 220 Gramm Mayonnaise. Beginne mit 180 Gramm und ergänze bei Bedarf 1 bis 2 Esslöffel Gurkenwasser, damit das Dressing frisch und nicht pastös wird.

Lyoner oder Bierschinken schmecken mild und klassisch, gekochtes Hähnchen wirkt leichter und Schinken bringt eine kräftigere, leicht rauchige Note. Für eine vegetarische Variante lässt du die Fleischkomponente weg und erhöhst die Erbsenmenge auf etwa 200 Gramm.

Koche die Kartoffeln nicht zu weich, lasse sie vollständig abkühlen und hebe die Zutaten vorsichtig unter. Würze erst nach mindestens einer Stunde Ruhezeit, weil Gurken, Mayonnaise und Wurst bereits Salz enthalten und der Geschmack noch intensiver wird.
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Autor Margot Sander
Margot Sander
Ich bin Margot Sander und seit 4 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der hausgemachten Küche, insbesondere mit Fleisch, Wurst und allem, was dazugehört. Meine Leidenschaft dafür, wie man aus einfachen Zutaten köstliche Gerichte zaubert, hat mich dazu gebracht, mich auf feines-essen.de mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Hier teile ich meine Erfahrungen und mein Wissen, um Ihnen praktische Tipps und verständliche Anleitungen für Ihre eigene Küche an die Hand zu geben. Es ist mir wichtig, dass die Informationen, die ich hier präsentiere, nicht nur hilfreich und nachvollziehbar sind, sondern auch stets auf dem neuesten Stand und gut recherchiert.
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